Hautkrebs-Vorsorge / Hautkrebs-Screening

  • Für wen ist die Untersuchung von Bedeutung?
  • Sie haben viele Muttermale?
  • Sie nehmen gern Sonnenbäder?
  • Sie besuchen Sonnenstudios?
  • Sie hatten Sonnenbrände in Kindheit und Jugend?
  • Sie sind oder waren beruflich oder privat regelmäßig im Freien?
  • Seit dem 1. Juli 2008 haben alle Personen ab 35 Jahren alle 2 Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung.
  • Private Krankenversicherer erstatten die Untersuchungskosten unabhängig vom Alter
  • Alle gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten ab dem 35. Lebensjahr
  • Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten auch schon vor dem 35. Lebensjahr
  • Ziel dieser Untersuchung ist die Früherkennung von hellem Hautkrebs, vor allem Basaliomen und Spinaliomen sowie von schwarzem Hautkrebs, dem Melanom.
  • Der Ablauf des Hautkrebs-Screenings ist vorgegeben. Die Untersuchung läuft nach einheitlichen Standards ab.
  • Sie sieht eine visuelle Kontrolle der gesamten Haut einschließlich Kopfhaut, der Mundhöhle, aller Hautfalten sowie des Gesäßes und der Genitalregion vor, da an allen genannten Regionen Hauttumore auftreten können.
  • Seit April 2020 ist auch die Auflichtmikroskopie Bestandteil des Hautkrebsscreenings für gesetzlich krankenversicherte.

Auflichtmikroskopie =  Dermatoskopie,

Die beiden Bilder zeigen dasselbe Muttermal, oben in Lupenvergrößerung, unten im Immersionseffekt der Auflichtmikroskopie. Damit lässt sich die Feinstruktur gut erkennen und gibt damit viel mehr Information. Hautveränderungen können unter dem Auflichtmikroskop daher  wesentlich genauer als mit bloßem Auge oder mit einfacher Lupenvergrößerung eingeschätzt werden.

In der Videodermatoskopie können mehrere Muttermale im Verlauf dokumentiert und ihr Risiko mit Hilfe eines Computeralgorhythmus eingeschätzt werden

  • Hintergrund:

    Jährlich erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen am hellen Hautkrebs und 22.000 am schwarzen Hautkrebs (Melanom). Die Zahl der an Hautkrebs erkrankten Menschen steigt in Deutschland jährlich um 5 – 8%. Dies ist vor alle Folge der Besonnungsgewohnheiten in den 60er und 70er Jahren des 20. Jh. Man erwartet, dass die Aufklärungskampagnen über die schädlichen Auswirkungen der Sonnenbäder ab 2025 -2030 erstmal wieder zu einem Rückgang der Neuerkrankungen an Hautkrebs führen werden.

    Derzeit ist Hautkrebs der häufigste Krebs bei Männern und bei Frauen.

    Screening schützt Sie nicht vor Hautkrebs sondern lässt ihn frühzeitig entdecken und behandeln.