Berufskrankheiten:

Bei manchen Tätigkeiten kommt es nicht selten zu berufsbedingten Hautkrankheiten. Die Behandlung erfolgt nach entsprechender Meldung über die für den Betrieb zuständige Berufsgenossenschaft als Kostenträger. Ziel  der BG- Behandlung  ist es, die Berufsfähigkeit des Betroffenen zu erhalten und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern

in der Dermatologie haben wir es mit zwei Gruppen von solchen BG Erkrankungen zu tun:

 

1. Schwere und oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen,

Das sind  meist Ekzeme, meist an den Händen.

Häufigste Ursache ist eine zu hohe Hautbelastung (Feuchtarbeit, häufiges Waschen, Handschuhe, Staub, Chemikalien) bei nicht ausreichender Hautpflege.

Manchmal kommt eine berufliche Kontaktallergie hinzu.

Typische solche Berufe mit spezifischen Belastungen für Haut und Gesundheit sind beispielhaft:

-Friseur (Haarfarben, Dauerwellflüssigkeit, Gummihandschuhe)

-Pflegeberufe, Labor (Desinfektionsmittel, Latex, Handschuhe)

-Maurer, Fliesenleger (Zement, Kleber)

-Metallindustrie (Bohremulsion, Kühlschmierstoffe)

– Zahntechniker (Kleber) …

Wenn es im Beruf zu Ekzemen gekommen ist, gilt es, die Entstehung einer Berufskrankheit zu verhindern und die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen zu erhalten. Die Berufsgenossenschaften unterstützen in diesem Fall mit Beratungen, Schulungen und wenn nötig auch mit finanziellen Leistungen.

 

2. beruflich verursachter Hautkrebs

Diese Erkrankungen wurden nach jahrzehntelangen Bemühungen durch die Berusdermatologen erst im Januar 2015 in den Liste der Berufskrankheiten aufgenommen. Vor diesem Zeitpunkt wurden entsprechende Erkrankungsmeldungen in der Regel nicht anerkannt, seit 2015 ist das nun kein Problem mehr. Für die Anerkennung ermittelt die BG ob beim ersten Auftreten von  Hautkrebs an licht exponierter Haut (Glatze, Gesicht, Handrücken, Streckseiten der Unterarme eine mindestens 40% der bis dahin geleisteten  Lebensarbeitszeit im Freien ausgeübt wurde. Es geht also um Menschen die viel im Freien gearbeitet haben (Maurer, Dachdecker, Strassenbauer, Postzusteller…).

 

 

 

 

 

Der eindeutig sonnenlichabhängige helle Hautkrebs geht allerdingt meist auf jahrzehntelange Sonnenlichtbelastung in der Freizeit zurück und korreliert gut mit der Anzahl der Sonnbrände in Kindheit und Jugend

Deshalb: im Sommer immer ausreichend vor der Sonne schützen!